Studie: Heutige E-Fahrzeuge ab 2024 günstiger als Verbrenner

Mit ihr steht und fällt der Erfolg: Die Batterie in einem Elektroauto
© Foto: Ulrich Baumgarten / picture alliance

Enthusiasten könnten das bereits als Durchbruch deuten: Einer Studie von PwC Strategy zufolge werden Elektroautos bald billiger als Verbrenner. Gibt es einen Haken?


Datum:
28.08.2020
Autor:
Fabian Faehrmann
Lesezeit: 
4 min

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Zugegeben - im Moment muss man die Kernaussage der Studie schon sehr genau formulieren, damit sie vor lauter Wenn und Abers nicht in ein falsches Licht gerückt wird:  


"Ab 2024 sind batterieelektrische Mittelklassefahrzeuge mit 300 km Reichweite auch ohne Förderung günstiger als Verbrenner. "


Das ist jedenfalls das Ergebnis der sogenannten Powertrain-Studie von PwC Strategy. Die Autoren weisen aber auch gleich im nächsten Atemzug darauf hin, dass die Hersteller, um dieses Ziel zu erreichen, viele Investitionen in Kauf nehmen müssen. 

Die Lage aktuell

PwC Strategy geht in der Studie auch auf den Ist-Zustand ein. Dieser sieht wiefolgt aus: Stand August 2020 sind batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) mit einer Reichweite bis 150 Kilometern nach TCO-Rechnung schon heute günstiger als Verbrenner. Die Materialmehrkosten in der EU für Plugin-Hybride werden auf 3600 Euro geschätzt, für rein elektrische Autos auf 4500 Euro. Unter ferner liefen sind die Brennstoffzellenfahrzeuge mit rund 35.000 Euro Plus in der Herstellung unterwegs. 

Zünglein an der Waage: Die Batterie

Im Ausblick gibt die Studie schon ganz andere Maße an. Voraussetzung: Die Hersteller wollen bis 2030 die CO2-Ziele der EU erfüllen - dafür müsste der Anteil der elektrifizierten Fahrzeuge den Autoren nach um 35 bis 45% steigen. Die größte finanzielle Dynamik liege dabei auf dem Batteriesystem, das rund 80% der Kosten ausmache. Versetzen wir uns in das Jahr 2030. Dann kostet den Prognosen nach ein Plug-In-Hybrid nur noch 2500 Euro mehr als ein Verbrenner, ein BEV läge bei 1500 Euro und die Brennstoffzelle würde (aus heutiger Sicht) nur noch sensationelle 3000 Euro Mehrkosten erreichen. 

Es steht und fällt wie so oft mit den Herstellern, die wiederum nicht unerheblich von der Politik und der Kauflust der Kunden abhängig sind. Ebenfalls elementar sind Forschungsfortschritte, insbesondere im Brennstoffzellen-Bereich. Wie viel es allgemein noch zu tun gibt, zeigt eine aktuelle Marktübersicht des Beratungsunternehmens Bearing Point, das den weltweiten Absatz von Elektrofahrzeugen unter die Lupe genommen hat. 

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