Skoda stellt ersten Elektro-SUV vor

Ist mit 4,65m Länge nur vier Zentimeter kürzer als sein "Bruder" Kodiaq
© Foto: Skoda

Mit dem Enyaq iV steigt nun auch Skoda in das E-SUV-Geschäft ein. Das Auto ist in mehrerlei Hinsicht ein Novum - auch für den gesamten VW-Konzern.


Datum:
03.09.2020
Autor:
Fabian Faehrmann
Lesezeit: 
3 min

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Vor gut einem Monat hatte Skoda schon erste Blicke auf sein neues SUV-Flaggschiff zugelassen. Damals hatte der tschechische Autobauer den Enyaq iV als Erlkönig präsentiert. Nun ist das Auto in ganzer Pracht vorgestellt worden. Der Enyaq iV wird zugleich das erste eigenständig produzierte BEV von Skoda und zeitgleich auch das erste Fahrzeug, das auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) des VW-Konzerns gefertigt wird. Die Markteinführung soll laut Ankündigung im Februar 2021 sein.

Technische Details

Auch die verschiedenen Ausführungen wurden bei der Präsentation vorgestellt. So wird der Enyaq iV mit drei verschiedenen Akkugrößen, fünf Leistungsstufen (109 bis 225 kW) sowie mit Heck- oder Allradantrieb verkauft. Je nach Ausstattung schafft der SUV 340 bis 500 Kilometer Reichweite. Er kann außerdem 1200 Kilogramm Anhängelast ziehen. Der 82 kWh-starke Akku, der in der größten Variante verbaut ist, lädt laut Hersteller an einer 125 kW-Säule in 38 Minuten auf 80 Prozent. An einer Wallbox soll der Skoda einen Ladestrom von bis zu 11 kW vertragen. Die kleinste Version wird der Ankündigung zufolge nur 7,2 kW aufnehmen können.

Wie fast alle Neufahrzeuge ist auch der Enyaq mit einer dicken Packung Assistenzsystemen ausgestattet. Standard ist der Kollisionswarner mit aktivem Bremsassistent. Serienmäßig gibt’s außerdem LED-Scheinwerfer vorne und hinten, die sich mit Aufpreis zusätzlich mit Matrix-Technologie ausstatten lassen. Im Cockpit gibt es nur noch wenige Knöpfe. Viel wird jetzt über einen 13 Zoll Monitor in der Mitte gesteuert. Neu ist außerdem ein Head-up-Display vor dem Fahrer, das die Geschwindigkeit und dank Augmented-Reality-Technologie sogar Informationen „auf die Straße“ projizieren kann.

Am Eindrucksvollsten ist aber sicher das sogenannte Crystal Face. Damit ist ein beleuchteter Kühlergrill gemeint, den Skoda in der limitierten Founders Edition und in der RS-Variante serienmäßig verbaut. Für die anderen Fahrzeuge ist er teilweise als Optionsausstattung erhältlich. Ein Lichtband mit 130 LED-Leuchten verbindet quer über den Grill hinweg beide LED-Scheinwerfer. Lichttechnisch wird das Crystal Face keinen großen Unterschied bringen. Hier geht's vorrangig um die Optik.

Was kostet der Skoda?

Auch das Geheimnis des Preises ist mittlerweile gelüftet. Die Version Enyaq 50 iV, also die kleinste Variante mit einer 55 kWh-Batterie, startet Skoda zufolge bei 33.800 Euro. Der Enyaq 60 iV mit 62 kWh liegt bei 38.550 Euro. Wer die Variante 80 mit 82 kWh-Batterie will, muss 43.950 Euro auf den Tresen legen. Zusätzlich sollen noch eine stärkere 80x und RS-Variante folgen. 

Auch bei seinem neuen SUV setzt Skoda auch wieder auf seine Simply-Clever-Lösungen. Diese kann man am ehesten als mini Hacks verstehen, die wirklich nützlich sind. Beispielsweise hat der Enyaq einen Regenschirm in der Tür verbaut. Es wird außerdem mechanische Sonnenrollos für die hinteren Sitze und sogar ein Schlafpaket geben. Nette Gadgets, ob man sie braucht, muss jeder natürlich selbst wissen.


Skoda Enyaq iV

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