Porsche Taycan Cross Turismo: Der Softie unter den SUV

Das neue Derivat des Porsche Taycan ist auch in Matsch und Schlamm zügig unterwegs.
© Foto: Porsche

Porsche stellt dem Taycan einen praktischen Bruder zur Seite und bietet den elektrischen Erstling künftig auch als Cross Turismo an. Der bietet nicht nur mehr Platz für Kind und Kegel, sondern sogar ein bisschen Offroad-Feeling.


Datum:
26.02.2021
Autor:
Benjamin Bessinger/SP-X
Lesezeit: 
4 min

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Technologisch ist es zwar ein Widersinn, doch auch auf der Electric Avenue fährt das SUV in der Publikumsgunst ganz vorne - nicht umsonst baut Tesla Model X und Model Y und nicht ohne Grund haben Audi und Mercedes ihre Aufholjagd mit e-tron und EQC gestartet. Jetzt springt auch Porsche auf diesen Trend auf - geht dabei aber einen anderen Weg. Denn knapp zwei Jahre nach dem Debüt des Taycan bekommt die sportliche Limousine nun einen praktischen Bruder namens Cross Turismo.

Anders als beim Panamera und dem Sport Turismo belässt es Porsche dabei diesmal nicht allein beim längeren Dach, der steileren Heckklappe und den entsprechend größeren Kofferraum. Mit Blick auf die Buckelpiste gibt es auch eine dezente Offroad-Anmutung, wie man sie vom Audi Allroad oder dem Mercedes All-Terrain kennt.

Die serienmäßige Luftfederung hievt den Wagen deshalb grundsätzlich zwei Zentimeter höher, ringsum die Gürtellinie gibt es rustikale Schutzplanken, die Radläufe sind mit Kunststoffkonsolen verkleidet und an Bug und Heck deuten neue Schürzen mehr Schutz für die Weichteile unter dem Wagenboden an. Außerdem bietet Porsche den Cross Turismo - allen aerodynamischem Bedenken zum Trotz - auch mit einer Dachreling an, so dass die Freizeitgesellschaft Räder oder Ski schultern kann.

Es geht noch rustikaler

Wer das optionale Offroad-Paket ordert, kommt e-tron & Co noch ein bisschen näher. Denn dann sehen nicht nur die Plastikplanken etwas rustikaler aus, sondern es gibt einen weiteren Trimmlevel für die Luftfederung und auf Knopfdruck nochmal drei Zentimeter mehr Bodenfreiheit. Außerdem kann man dann - allerdings auf dem Touchscreen und nicht direkt im Lenkrad - einen weiteren Fahrmodus aktivieren und von Sport oder Sport plus auf Schotter wechseln. Eine neu programmierte Traktionskontrolle soll dem Taycan dann auch auf losem Untergrund zu festem Tritt verhelfen.

Zwar lässt Projektleiter Stefan Weckbach kurz vor der - natürlich digitalen - Weltpremiere bereits die ersten Tester ans Steuer, doch gibt er sich bei der Frage nach Details der Modellfamilie noch bedeckt. Allrad sollte Standard sein bei einem Cross-Modell und damit der mit netto 84 kWh größere der beiden Taycan-Akkus, so dass der aufgebockte Kombi trotz des schlechten cw-Wertes bestenfalls auf mehr als 450 Kilometer Reichweite kommen sollte. Aber ob sie nun tatsächlich die ganze Bandbreite anbieten vom Taycan 4 mit 408 PS bis zum Turbo S mit 761 PS, das wird sich wohl erst in ein paar Tagen zeigen.

Genau wie der Preis, den sie in Zuffenhausen noch unter Verschluss halten. Doch lohnt da ein Blick zum Panamera, wo der Sport Turismo für Porsche-Verhältnisse bescheidene 3.000 Euro teurer ist als das Standard-Modell. Selbst wenn sie beim Taycan ein wenig mehr verändert haben, dürfte sich der Preissprung also in engen Grenzen halten.

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