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Datum:
22.02.2021
Autor:
Fabian Faehrmann
Lesezeit: 
9 min

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Nun stellt sich natürlich auch bei einem Brennstoffzellenfahrzeug die Frage, wie es um die Reichweite steht. Die Antwort lautet: 600 Kilometer plus/minus x. Laut WLTP-Angabe verbraucht der Mirai pro 100 Kilometer 0,89 Kilogramm Wasserstoff. Nach einer ersten Testfahrt kamen wir auf einen Wert von etwa 1,5 Kilogramm. Sicher kommt es hier auch etwas auf die Fahrweise und Rekuperationsbereitschaft der Person hinter dem Lenkrad an.

Auch eine andere Zahl rückt in den Fokus: der Preis. Auch hier hat Toyota kräftig nachgebessert. Der neue Mirai startet bei 53.697 Euro. Damit gibt es für den Wasserstoff-Flitzer aktuell noch eine Förderung von insgesamt 7500 Euro. Insgesamt ist er also erheblich billiger als der Vorgänger (fast 80.000 Euro). Toyota rechnet allerdings auch mit deutlich höheren Absatzzahlen als noch beim ersten Mirai.

Futuristische Features

Es sei noch erwähnt, dass der Wasserstoff-Japaner durchaus auch als nettes Spielzeug taugt. Allgemein gibt sich das Cockpit schon sehr futuristisch (siehe Bildergalerie). Unklar ist ehrlich gesagt, weshalb der kleine Automatikhebel unter den Bildschirm wandern musste. Denn so landen die Schalter für die Klimaanlage etwas weit rechts, was für den Fahrer tendenziell ungemütlich ist.

Dafür findet sich auf der linken Seite ein Knopf, den man in keinem Auto bislang finden konnte. H2O steht drauf und er erlaubt, dass man überschüssiges Wasser ablässt. Dieses entsteht als (einziger!) Abfallstoff bei der Reaktion in der Brennstoffzelle. Fairerweise muss man sagen, dass der Mirai diesen Vorgang auch irgendwann von alleine startet. Ein weiteres nettes Feature ist die Tatsache, dass das Brennstoffzellenauto nicht nur umweltfreundlich fährt sondern gleichzeitig auch noch die Umgebung putzt. Denn beim Ansaugen durchläuft die Luft einen Filter, wodurch die Abluft sauberer ist, als das, was ins Auto hineingelangt.

Ist das die Zukunft?

Tja, das ist eine gute und berechtigte Frage. Wir in Deutschland haben zumindest immer noch mit den Grundlagen zu kämpfen, vor allem mit der Infrastruktur. So toll und schick der neue Mirai auch ist – wenn der Ausbau der Tankstellen nicht in Fahrt kommt, bleibt auch der Wasserstoff-Toyota auf der Strecke. Noch dazu muss sichergestellt sein, dass es sich in den Tanks auch immer um grünen Wasserstoff handelt. Was das ist und was Wasserstoff kostet, lesen Sie übrigens hier in unserem Grundlagenartikel.

Insgesamt dürfte der neue Mirai für deutlich mehr Abnehmer interessant werden. Alleine schon aufgrund des aktuellen H2-Hypes wäre es eine blanke Enttäuschung, wenn der Absatz wieder nur bei 400 Fahrzeuge in fünf Jahren liegt.


Technische Daten

Toyota Mirai II


Preis: ab 53.697 Euro
Brennstoffzelle/Elektromotor 134 kW / 182 PS | 300 Nm
175 km/h | 9,2 s
WLTP-Verbrauch: 0,89 kg
WLTP-Reichweite 650 km
4.975 x 1.885 x 1.470 mm
Kofferraumvolumen: 350 Liter
HK: | VK: | TK: individuell
Wartung: 30.000 km/jährlich
Garantie: 3 Jahre




Toyota Mirai 2021

Bildergalerie

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#Wasserstoff

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