Mirai Nummer zwei: Neues Wasserstoff-Auto von Toyota

Futuristisch kommt die zweite Generation des Toyota Mirai daher
© Foto: Toyota

Zum zweiten Mal versucht sich Toyota am schwierigen Wasserstoff-Markt in Europa. Dabei bringt der neue Mirai einige Verbesserungen mit sich, die den Brennstoffzellen-Flitzer erheblich attraktiver machen als seinen Vorgänger.


Datum:
22.02.2021
Autor:
Fabian Faehrmann
Lesezeit: 
9 min

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Wasserstoff ist IN. Vor kurzem war der erste ETF-Fonds mit H2-Aktien auf den Markt gekommen. Alleine das zeigt, welchen Stellenwert das Gas mittlerweile erreicht hat. Viele verbinden es mit der neuen Mobilität, mit der großen Hoffnung auf ein umweltfreundliches Leben und so weiter. Aber: Deutschland ist davon noch sehr sehr weit entfernt. Bislang gab es zwei verschiedene Wasserstoff-Autos zu kaufen, die an weniger als 100 Tankstellen befüllt werden können. Die Zahlen sprechen für sich. Und doch wagt Toyota einen neuen Versuch.

Mirai Nummer zwei

Die Japaner gehörten neben Hyundai zu den einzigen Herstellern, die Wasserstoffautos für Europa produziert hatten. Das Modell Mirai verkaufte sich in Deutschland ganze 400 Mal in fünf Jahren. Und das nicht ohne Grund. Neben der angesprochenen Infrastruktur sprach auch der Preis, der jenseits von 60.000 Euro lag, eine eindeutige Sprache. Zumindest bei letzterem hat man kräftig nachgebessert.

Der neue Mirai ist eigentlich keine zweite Generation, sondern ein völlig neues Auto. Mit fünf Metern Länge und elegantem Limousinen-Design rennt er jetzt nicht gerade offene Türen ein, kann sich aber trotzdem sehen lassen. Unter der Motorhaube verstecken sich die Brennstoffzellen, die den Strom für den 182 PS starken Elektromotor erzeugen. Gespeist wird das System von gasförmigem Wasserstoff, der in drei Tanks unterhalb der Fahrgastzelle und dem Gepäckraum gelagert wird. Insgesamt können 5,3 Kilogramm H2 mit auf die Reise genommen werden.

Fahrt und Reichweite

Genug Power hat der Mirai auf jeden Fall und mit 300 Newtonmetern Drehmoment lässt sich auch aus dem Stand ein schöner Sprint a la Elektroauto hinlegen. Aber, das muss auch gesagt sein: 1,9 Tonnen Gesamtgewicht machen sich durchaus bemerkbar. Insgesamt ist der Fahrkomfort des Wasserstoffautos mit dem einer Reiselimousine gleichzusetzen. Bei 175 km/h ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Übrigens verfügt auch der „Mirai Nummer zwei“ über Rekuperation, also die Rückgewinnung von Bremsenergie.

Auch auf der Rückbank reist es sich übrigens recht bequem. Hier können in der neuen Generation sogar drei statt zwei Personen mitfahren. Allerdings: In der Mitte ist der Platz etwas eingeschränkt. Hier grüßt ab einer Körperlänge von 1,68m der Dachhimmel von oben.


Toyota Mirai 2021

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