Mercedes EQE: Die elektrische Business-Klasse

Mercedes stellt der elektrischen Oberklasselimousine EQS den kleineren Bruder EQE zur Seite. 
© Foto: Mercedes-Benz

Nach dem neuen Elektro-Flaggschiff EQS kommt nun der einen Nummer kleinere EQE. Optik und Technik fallen ähnlich aus.


Datum:
17.09.2021
Autor:
Holger Holzer/SP-X
Lesezeit: 
4 min

NOCH KEINE Kommentare

jetzt mitdiskutieren



Mercedes stellt der elektrischen Oberklasselimousine EQS einen kleineren Bruder zur Seite. Der EQE ist die batteriebetriebene Entsprechung der E-Klasse und tritt ab 2022 vor allem gegen Teslas Model S an. Die Reichweite des Business-Gleiters beträgt bis zu 660 Kilometer.

Optisch orientiert sich der EQE mit seiner windschnittigen Karosserie am EQS. "One-Bow"-Design – "Ein-Bogen-Design" - nennt Mercedes den aerodynamisch optimierten Stil mit kurzer Fronthaube, weit nach vorne gezogenem Passagierabteil, fließender Dachlinie und kurzem Heck. Mit 4,95 Metern Länge streckt sich die Elektro-Limousine knapp zwei Zentimeter mehr als die E-Klasse, das Platzangebot innen soll aber eher S-Klasse-Niveau haben. Blickfang im Cockpit ist der aus dem EQS bekannte Hyperscreen-Bildschirm, der sich über die gesamte Fahrzeugbreite zieht.

Bis 660 Kilometer Reichweite

Zur Markteinführung gibt es zunächst zwei Antriebsvarianten. Mercedes nennt nur den EQE 350 mit Hinterradantrieb und einem 215 kW / 292 PS Permanentsynchronmotor, der von einer 90 kWh großen Batterie mit Energie versorgt wird. Die Reichweite gibt der Hersteller mit 545 bis 660 Kilometern an, je nach Ausstattung. Für Wallbox und AC-Ladesäule stehen zwei Bordlader-Ausführungen mit elf und 22 kW zur Wahl, am Schnelllader tankt der Mercedes mit maximal 170 kW. Auf ein 800-Volt-Bordnetz, das den Vorgang beschleunigen würde verzichten die Stuttgarter. In Japan beherrscht der EQE auch das bidirektionale Laden, also das Rückspeisen von Energie in das Haushalts-Stromnetz. In Europa ist diese Funktion zunächst nicht vorgesehen.

Für handliches Fahrverhalten ist optional eine mitlenkende Hinterachse zu haben, die den Wendekreis in der Stadt verringert und das Fahrzeug darüber hinaus beim Spurwechsel oder Ausweichen stabilisiert. Ebenfalls gegen Aufpreis gibt es eine Luftfederung. Auf der Ausstattungsliste stehen darüber hinaus weitere Posten, die man teilweise schon vom EQS kennt. Darunter das "Digital Light" mit intelligenter Lichtverteilung und die bei Annäherung automatisch öffnenden Türen. Ebenfalls zu haben ist eine Klimaanlage mit hocheffektivem HEPA-Filter, wie man ihn sonst eher aus Operationssälen im Krankenhaus kennt.

Einen Preis für den EQE nennt Mercedes noch nicht. Der EQS ist mit rund 106.000 Euro kaum teurer als eine bessere S-Klasse, was für den kleineren E-Klasse-Ableger Preise im Bereich von 75.000 Euro erwarten lässt.

HASHTAG


#E-Modelle

MEISTGELESEN


KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


netzwerk-A ist das Onlineportal mit Antworten und Praxiswissen zu allen alternativen Antrieben. Das Onlineportal bündelt die alternativen Antriebsformen Elektromobilität, Hybrid oder Plug-in-Hybrid-Antriebe, LPG, CNG, Erdgas, Wasserstoff-Fahrzeuge und Brennstoffzellen-Fahrzeuge. netzwerk-A vergleicht alternative Antriebe und bietet umfassende Marktübersichten zu den nachhaltigen Antrieben der neuen Mobilität. netzwerk-A bietet dem Nutzer regelmäßig Anwenderberichte, Best-Practice-Beispiele, How-to-Anleitungen und Checklisten, um das Fahren und Transportieren mit alternativen Antriebsarten heute, morgen und übermorgen in nachhaltige Mobilitätskonzepte zu integrieren. Wie die Infrastruktur für die neue Mobilität aufgebaut wird und welche Förderungen es für nachhaltige Antriebe gibt, beantwortet die Onlineplattform netzwerk-A von Springer Fachmedien München. netzwerk-A wendet sich an Autohäuser, Speditionen und Logistik-Unternehmen, Fuhrparkmanagement, Transportunternehmen und ÖPNV-Betriebe.