Fiat 500e: Bislang einzigartig

Der Fiat 500e balanciert gekonnt zwischen Moderne und Tradition
© Foto: Michael Blumenstein

Der Fiat 500? Ein Erfolgsgarant. Jetzt kommt Generation 3, rein elektrisch. Ein Auto das keiner braucht, aber viele gerne hätten. Netzwerk A zeigt, was er alles kann - und auch, was nicht.


Datum:
03.02.2021
Autor:
Michael Blumenstein / Fabian Faehrmann
Lesezeit: 
7 min

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Was hat man die Italiener vor ein paar Jahren gescholten, sie hätten keine Elektromobilitätsstrategie. Das stimmt(e). 2020 dann: "Boom". Zwar anders als erwartet, denn Corona wütet auch im Süden Europas, aber trotzdem pünktlich. Denn der neue Fiat 500er kommt just zum Zeitpunkt, zu dem es für viele Unternehmen sinnvoll erscheint, elektrisch zu werden. Der neue Fiat 500e ist es. Ausschließlich. Eine Ansage, die verwundert. Auf den ersten Blick. Denn der alte 500er wird weiterhin produziert. Der kam übrigens 2008 auf den Markt und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Er ist Beweis, dass die Sieben-Jahre-Modellzyklen nicht sein müssen. Wenn man Gutes macht, hält das. Und dann wird selbst ein Verbrenner irgendwann "grün".

Echter Italiener

Zurück zum Fiat 500e. 96 Prozent des Fahrzeugs sind neu und er wird - darauf ist man bei Fiat stolz - wieder im Stammwerk in Turin produziert. Der "alte" 500er kommt nach wie vor aus dem polnischen Tichy. Böse Zungen behaupten, es sei der qualitativ beste Fiat. Aber auch der neue Cinquecento kann sich sehen lassen. Er hat seine Gene bewahrt und mit neuem Pfiff gewürzt. Und er sieht aus - wie der alte. Nicht ganz. Jedoch ist das erst auf den zweiten Blick oder im direkten Vergleich erkennbar. Die Änderungen machen sich in einem Mehr an Auto bemerkbar. Bisschen länger (sechs Zentimeter), bisschen breiter (knapp fünf) und bisschen höher (vier Zentimeter) steht er auf der Straße und wirkt gerade in Verbindung mit 17-Zoll-Alus sehr stimmig. Den Fiat 500e gibt es wieder als Zweitürer mit festem Dach sowie mit sehr empfehlenswerter Stoffmütze. Wer öfters Passagiere an Bord nehmen muss, sollte zur neuen Karosserieversion 3+1 greifen. Die hinten angeschlagene Zusatztür auf der Beifahrerseite, die die B-Säule eliminiert, fällt (bei dunkler Lackierung) kaum auf und vereinfacht den Einstieg in den Fond immens. Die Abmessungen bleiben stets gleich.

Innen fühlt er sich nicht nur geräumiger an. Mehr Platz in alle Richtungen und ein aufgeräumtes Interieur sorgen für Wohlbefinden. Die Türöffner sind gewöhnungsbedürftig. So schnappen die Türen auf, nachdem außen wie innen eine Taste gedrückt wurde. Der Griff zum Zuziehen ist außen wie innen etwas unergonomisch. Die dicken A-Säulen schränken die Sicht etwas ein. Hinzu kommen (große) Außenspiegel, die nicht mehr auf der Türschulter stehen.

Die Verarbeitung weckt Vertrauen. Innen ist er schön gemacht, mit recycelten Stoffen auf den Sitzen und Kleinigkeiten wie Gasdruckdämpfern an der Motorhaube, die ja dummerweise noch immer zum Wischwasserauffüllen geöffnet werden muss. Die Sitzposition ist selbst in der niedrigsten Einstellung recht hoch, die Lehne besitzt eine ausgesprochene Lendenwirbelunterstützung - immer. Auf dem Beifahrersitz gibt es keine Höhenverstellung. Hüben wie drüben sitzt man eher drauf als drin. Angenehm ist, dass die Mittelarmlehne sich in der Länge verschieben lässt.


Fiat 500e

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