Energiekostenvergleich E-Auto, Plug-in Hybrid und Hybrid

Unsere drei Testkandidaten: Der Volvo V90 T6 Recharge, der VW ID.3 und der Lexus ES 300h
© Foto: Michael Blumenstein

Was haben Lexus ES 300h, Volvo V90 T6 Recharge und VW ID.3 gemein? Alle werden mit Strom angetrieben. Der eine weniger, der andere mehr, der dritte ausschließlich. Wir haben auf 260 Kilometern Autobahn nachgerechnet.


Datum:
01.12.2020
Autor:
Michael Blumenstein
Lesezeit: 
8 min

1 Kommentare

jetzt mitdiskutieren




Elektromobilität gilt als Allheilmittel gegen die Klimaerwärmung. Als Allheilmittel für mehr Ruhe und wird oft auch als kostengünstige Mobilität proklamiert. Das stimmt alles – zum Teil. Wir hatten zeitgleich die obere Mittelklasse von Volvo als Kombi, den V90, sowie die ebenso lange Limousine von Lexus, den ES300h, als Testwagen im Fuhrpark. Der VW ID.3 steht sowieso immer bei uns, denn er ist Bestandteil des Springer Fachmedien Firmenwagenpools.

Langstrecke bitte

Was also liegt näher, als die drei Fahrzeuge mal auf die Langstrecke zu schicken. Nicht unbedingt die Domäne von Hybriden, Stecker-Benzinern und reinen E-Autos – bekanntermaßen. Aber der Weg ist ja vorgezeichnet – so hat sich unlängst eine knappe Mehrheit der Befragten in Deutschland für ein Verbrenner-Verbot ausgesprochen. Damit wird es absehbar, dass beispielsweise Dieselfahrzeuge – die klassischen Kilometerfresser – in naher Zukunft immer seltener werden. Einige Hersteller verabschieden sich in kleineren Segmenten komplett vom Selbstzünder. Bei den Kleinstwagen gibt es gar keine Diesel mehr. Und kürzlich wurde das Aus von Polo TDI und Co (Schwestermodelle) sowie Ford Fiesta verkündet. Und Lexus, die haben schon lange keinen Diesel mehr im Programm – egal, in welcher Fahrzeugklasse. Volvo will den Verbrenner aufs Abstellgleis schicken; so wird laut Aussage der Schweden nicht mehr in Verbrenner-Neuentwicklungen investiert, wohl aber in elektrische. Volvo hat mit dem XC40 Recharge ihren ersten Vollstromer im Programm, Lexus kommt Anfang 2021 mit dem UX300e, ebenfalls das erste rein elektrische Fahrzeug der Japaner. Und VW, die haben bereits Up, Golf und Crafter elektrifiziert und wollen nun mit dem ID.3 durchstarten. Am liebsten auch in Flotten. Doch genau diese sind oft noch die Kilometerknüppler.

Doch es gibt sie, die Stimmen, die laut mitteilen, dass Stromer auch für die Langstrecke taugen. Wirklich? Team netzwerk A und unser Schwester-Medium Autoflotte sind mit den drei Fahrzeugen von München nach Stuttgart – genauer nach Rutesheim zum neuen EnBW-Ladepark – gefahren. Also Langstrecke. Zumindest aus Sicht von E-Auto-Nutzenden. Denn eine Akkuladung wird auf den 260 Kilometern zunichtegemacht. Und die Strecke ist lang genug, um auch einen Richtwert für den Verbrauch eines Plug-in-Hybriden wie den V90 und den mit klassischer Hybridtechnologie ausgestatteten Lexus zu ermitteln und können als markenübergreifende Blaupause für diese Art der Antriebe dienen.


Testfahrt Rutesheim VW | Volvo | Lexus

Bildergalerie

HASHTAG


#E-Modelle

MEISTGELESEN


KOMMENTARE


Domanovszky Henrik

17.12.2020 - 10:47 Uhr

Sehr geehrter Journalisten, es ist schade eigentlich, dass ein CNG Fahrzeug nicht dazu stellt. Das ergebniss könnte schockend, ein Golf TGI zum beispiel würde weniger sprit kosten als halfte von ID3. Und es sogar kann das autobahn Geschwindigkeit ruhig leisten.... Immer gesagt, wie viel besser effizient die elektrisch Fahrzeug ist, nur nie gesagt, das verlust ist schon grossteilig früher rausgezogen ist. Sonst das Artikel ist gut! MfG Henrik Domanovszky


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


netzwerk-A ist das Onlineportal mit Antworten und Praxiswissen zu allen alternativen Antrieben. Das Onlineportal bündelt die alternativen Antriebsformen Elektromobilität, Hybrid oder Plug-in-Hybrid-Antriebe, LPG, CNG, Erdgas, Wasserstoff-Fahrzeuge und Brennstoffzellen-Fahrzeuge. netzwerk-A vergleicht alternative Antriebe und bietet umfassende Marktübersichten zu den nachhaltigen Antrieben der neuen Mobilität. netzwerk-A bietet dem Nutzer regelmäßig Anwenderberichte, Best-Practice-Beispiele, How-to-Anleitungen und Checklisten, um das Fahren und Transportieren mit alternativen Antriebsarten heute, morgen und übermorgen in nachhaltige Mobilitätskonzepte zu integrieren. Wie die Infrastruktur für die neue Mobilität aufgebaut wird und welche Förderungen es für nachhaltige Antriebe gibt, beantwortet die Onlineplattform netzwerk-A von Springer Fachmedien München. netzwerk-A wendet sich an Autohäuser, Speditionen und Logistik-Unternehmen, Fuhrparkmanagement, Transportunternehmen und ÖPNV-Betriebe.