Nikola eröffnet Werk in Ulm

Der Nikola Tre in der Produktionshalle in Ulm
© Foto: netzwerk A / Fabian Faehrmann

Das US-amerikanische Unternehmen baut in Baden-Württemberg seine batterieelektrischen- und Wasserstoff-Lkw. Die erste Bestellung ist schon da – und kommt aus Deutschland.


Datum:
16.09.2021
Autor:
Fabian Faehrmann
Lesezeit: 
4 min

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Mit einem großen Festakt ist am Iveco-Zentrum in Ulm das neue Werk von Nikola eröffnet worden. Der Lkw-Hersteller fertigt hier ab diesem Herbst das Modell Tre in der Batterievariante. 2023 soll zusätzlich der Tre FCEV, also die Brennstoffzellen-Version dazukommen. Bei der Eröffnung der Fabrik war unter anderem auch der CEO von Nikola, Mark Russell zu Gast.

Obwohl die Fertigung in Ulm stationiert ist, werden die ersten Modelle des Tre nicht in Europa zu sehen sein. Russell kündigte an, dass die ersten Lkw in die USA geliefert werden, da dort in Kürze eine Erprobungsphase mit ansässigen Kunden starten soll. Allerdings unterzeichneten Russel und sein Amtskollege von Iveco, Gerrit Marx, eine Absichtserklärung über eine Lieferung von 25 Batterie-Nikolas an den Hamburger Hafen.


Virtueller Rundgang: Nikola-Produktion in Ulm

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Werk wird schrittweise hochgefahren

Die neue Nikola-Fabrik ist eine hochmodernen Fertigungsstraße, in der die Lkw schrittweise zusammengesetzt werden. Als Chassis verwendet man den aktuellen S-Way von Iveco, Antriebsstrang, Software und Multimediasystem liefert Nikola an. Im ersten Produktionsjahr 2022 sollen zwei Lkw pro Woche gefertigt werden, 2023 ist das Ziel, ein Exemplar pro Arbeitstag fertigzustellen.

Ein Blick auf die Nikola-Lkw: Der Batterie-Tre wird eine Gesamt-Akkukapazität von 753 Kilowattstunden aufweisen und damit eine Reichweite von rund 560 Kilometern erreichen, heißt es von Nikola. Eine Ladung dauere, je nach Ladestation, rund zwei Stunden. Angetrieben wird der Tre von einem 645 PS-starken Motor mit ein-Gang-Getriebe. Es wird ferner zwei Versionen geben; eine 6x2-Variante, die maximal 120 km/h fährt und für den amerikanischen Markt bestimmt ist, sowie eine 4x2-Konstruktion mit 90 km/h Spitzentempo für den europäischen Markt.

Der Nikola Tre mit Brennstoffzellenantrieb. Hinter der gekippten Kabine sieht man drei der fünf Tanks
© Foto: netzwerk A / Fabian Faehrmann

Ab 2023 mit Brennstoffzelle

Bei der Eröffnung des Werkes wurde neben dem Serienmodell des batterieelektrischen Tre auch eine seriennahe Version des Brennstoffzellen-Lkw vorgestellt. Diese wird mit fünf Wasserstoff-Tanks ausgerüstet und soll rund 70 Kilogramm Wasserstoff aufnehmen können. Möglich macht das ein 700-bar-System, das laut Hersteller dank Schnellade-Funktion in 20 Minuten vollgetankt ist. Der Antriebsstrang basiert auf dem Batterie-Tre; es werden lediglich die zwei Brennstoffzellen und die Tanks montiert.

HASHTAG


#Brennstoffzelle

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