Mitfahrt im neuen EActros

Der EActros, hier mit Kühlkofferaufbau
© Foto: netzwerk A / Fabian Faehrmann

Mittlerweile liefert Mercedes-Benz die ersten Modelle des elektrischen Serien-Lkw EActros aus. Netzwerk A konnte bereits ein paar Runden mit dem neuen Lastwagen drehen.


Datum:
04.11.2021
Autor:
Fabian Faehrmann
Lesezeit: 
5 min

NOCH KEINE Kommentare

jetzt mitdiskutieren




Geschwindigkeit ist das Gebot der Stunde. Vor nicht einmal vier Jahren schickte Daimler Truck den allerersten Prototypen des EActros in die Kundenerprobung. Dabei darf man nich vergessen, dass das Feld Elektromobilität im Lkw-Bereich vergleichsweise Neuland für den Hersteller ist. So ist es bemerkenswert, dass man mittlerweile die ersten Serienmodelle des neuen EActros an ausgewählte Kunden ausliefert. Das ist zwar schnell, allerdings weiß man auch beim Hersteller mit Stern: Die Konkurrenz (vor allem aus Skandinavien) schläft nicht und manch einer will gar schon jetzt einen Entwicklungsrückstand bei dem deutschen Fahrzeugbauer erkannt haben.

Bei Daimler will man davon freilich nichts wissen und verweist darauf, dass man ein funktionierendes Gesamtpaket anbieten will; das heißt, mit Ladeinfrastruktur und intelligenter Software im Hintergrund. Die Entwicklung des Paketes dauere etwas länger, als nur einen elektrischen Lkw bereitzustellen. Mittlerweile ist aber beides erhältlich - auf Wunsch in Kombination. Das „all inclusive-Paket“ sozusagen.

Dieses Modell wurde für Simon Loos in den Niederlanden gefertigt
© Foto: netzwerk A / Fabian Faehrmann

Mercedes-Benz hat für sein neues Elektro-Flagschiff den Prototypen des EActros an einigen Punkten verändert. Neu ist zum Beispiel die Batteriekapazität: Maximal 420 kWh sind mit den Serien-Akkus möglich (240 kWh beim Prototypen). Geblieben ist die Antriebseinheit mit zwei Elektromotoren (330 kW Dauerleitung). Diese sitzen nahe der Antriebsachse; das spart Weg und Platz, denn die Batteriepacks verlaufen quer zur Fahrtrichtung und müssten, würden sie von einer Antriebswelle gekreuzt werden, deutlich kleiner ausfallen.

EActros mit Schaltung

Wie auch bei der Vorserien-Version verbaut Daimler ein automatisches zwei-Gang-Getriebe in dem E-Lkw. Dieses soll bei der Fahrt dafür sorgen, den Drehzahlbereich eleganter auszunutzen und vor allem die Kraft der E-Motoren besser zu verteilen. Der EActros erscheint in zwei Versionen; 4x2 (max. 19 T zul. GG, max. 10,6 T Nutzlast) oder 6x2 (27 T zul. GG, max. 17,6 t Nutzlast). Beide Modelle werden auf Wunsch auch mit Anhänger geliefert. Ferner kann zwischen einem Kofferaufbau oder einem Kühler gewählt werden, welcher in das intelligente Lademanagement des Lkw integriert wird. Das heißt in der Praxis: Bei Bedarf versorgt das System zuerst den Kühler, um den Aufbau auf Betriebstemperatur zu bringen. So muss nicht die kostbare Energie der Batterien dafür verwendet werden.

HASHTAG


#E-Lkw

MEISTGELESEN


KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


netzwerk-A ist das Onlineportal mit Antworten und Praxiswissen zu allen alternativen Antrieben. Das Onlineportal bündelt die alternativen Antriebsformen Elektromobilität, Hybrid oder Plug-in-Hybrid-Antriebe, LPG, CNG, Erdgas, Wasserstoff-Fahrzeuge und Brennstoffzellen-Fahrzeuge. netzwerk-A vergleicht alternative Antriebe und bietet umfassende Marktübersichten zu den nachhaltigen Antrieben der neuen Mobilität. netzwerk-A bietet dem Nutzer regelmäßig Anwenderberichte, Best-Practice-Beispiele, How-to-Anleitungen und Checklisten, um das Fahren und Transportieren mit alternativen Antriebsarten heute, morgen und übermorgen in nachhaltige Mobilitätskonzepte zu integrieren. Wie die Infrastruktur für die neue Mobilität aufgebaut wird und welche Förderungen es für nachhaltige Antriebe gibt, beantwortet die Onlineplattform netzwerk-A von Springer Fachmedien München. netzwerk-A wendet sich an Autohäuser, Speditionen und Logistik-Unternehmen, Fuhrparkmanagement, Transportunternehmen und ÖPNV-Betriebe.