"Wichtiger Baustein" für E-Autos: Neues Gesetz unterstützt Ausbau der Ladeinfrastruktur

Die Ladeinfrastruktur soll weiter ausgebaut werden. Das neue Gesetz ist ein guter Schritt. 
© Foto: Fahrzeug-Werke LUEG AG

Mehr Ladestationen, kürzere Wartezeiten… Die Ladeinfrastruktur für E-Autos soll in Deutschland weiter wachsen. Ein neues Gesetz ist jetzt ein guter Schritt in die richtige Richtung.


Datum:
21.05.2021
Autor:
dpa
Lesezeit: 
3 min

NOCH KEINE Kommentare

jetzt mitdiskutieren



Der Aufbau eines Schnellladenetzes für Elektro-Autos in Deutschland soll vorangetrieben werden.  Mit einem am Donnerstagabend im Bundestag verabschiedeten Gesetz wurde die Grundlage zur Ausschreibung von 1.000 zusätzlichen Standorten geschaffen. "Die nächste Schnellladesäule muss in wenigen Minuten erreichbar sein", sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Dank staatlicher Förderung soll bis zum übernächsten Jahr in Deutschland ein öffentliches Netz mit 1000 schnellen Ladesäulen entstehen, die jeweils eine Leistung von über 150 Kilowatt haben.

"Gerade das schnelle Laden mit über 150 Kilowatt ist für eine uneingeschränkte Reichweite von E-Autos entscheidend", betonte Scheuer. Nur mit einer flächendeckenden und nutzerfreundlichen Ladeinfrastruktur könne man die Menschen auf einen Umstieg auf klimafreundliche E-Autos bewegen.

Problemlos längere Fahrten

Auch aus Sicht des Autoverbandes VDIK ist die Entscheidung ein "wichtiger Baustein" für den Einsatzbereich von E-Autos. "Auch längere Fahrten werden künftig problemlos möglich sein, Reichweitenangst muss nicht mehr aufkommen", sagte VDIK-Präsident Reinhard Zirpel. Jetzt müsse der Aufbau möglichst schnell beginnen.

Mit dem Gesetz könne die Ausschreibung beginnen und so ein flächendeckendes Netz bis 2023 geschaffen werden. Nach Angaben des Verkehrsministeriums gibt es aktuell erst rund 800 Ladepunkte mit mehr als 150 Kilowatt - etwa 2,4 Prozent der gesamten öffentlich zugänglichen Ladesäulen in Deutschland.

Die Wirtschaft beklagt, derzeit könnten Ladesäulen noch nicht wirtschaftlich betrieben werden. Deshalb sind im Gesetz langfristige Verträge mit den Unternehmen geplant, die die "Schnellladehubs" nach einer europaweiten Ausschreibung errichten und betreiben sollen.

Zwar ist die Zahl der neuzugelassenen Elektroautos - getrieben von höheren staatlichen Prämien - zuletzt stark gestiegen. Noch immer aber dominieren vor allem Benziner und Diesel. Die Elektromobilität spielt eine wichtige Rolle im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung, damit Klimaziele im Verkehr erreicht werden können.

 

HASHTAG


#Politik

MEISTGELESEN


KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


netzwerk-A ist das Onlineportal mit Antworten und Praxiswissen zu allen alternativen Antrieben. Das Onlineportal bündelt die alternativen Antriebsformen Elektromobilität, Hybrid oder Plug-in-Hybrid-Antriebe, LPG, CNG, Erdgas, Wasserstoff-Fahrzeuge und Brennstoffzellen-Fahrzeuge. netzwerk-A vergleicht alternative Antriebe und bietet umfassende Marktübersichten zu den nachhaltigen Antrieben der neuen Mobilität. netzwerk-A bietet dem Nutzer regelmäßig Anwenderberichte, Best-Practice-Beispiele, How-to-Anleitungen und Checklisten, um das Fahren und Transportieren mit alternativen Antriebsarten heute, morgen und übermorgen in nachhaltige Mobilitätskonzepte zu integrieren. Wie die Infrastruktur für die neue Mobilität aufgebaut wird und welche Förderungen es für nachhaltige Antriebe gibt, beantwortet die Onlineplattform netzwerk-A von Springer Fachmedien München. netzwerk-A wendet sich an Autohäuser, Speditionen und Logistik-Unternehmen, Fuhrparkmanagement, Transportunternehmen und ÖPNV-Betriebe.