Renault-Projekt "Advanced Battery Storage": Erster Riesenakku in Deutschland

72 Traktionsbatterien aus dem Zoe hat Renault in Elverlingsen zun einem Riesenakku gebündelt.
© Foto: Renault

Alte Batterien von Elektroautos können in Zukunft einen Beitrag zur Energiewende leisten. Renault zeigt in einem ehemaligen Kohlekraftwerk in NRW, wie das geht.


Datum:
02.12.2020
Autor:
SP-X
Lesezeit: 
4 min

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Elektroauto-Pionier Renault hat im nordrhein-westfälischem Elverlingsen seinen ersten in Deutschland aufgebauten stationären Batteriespeicher aus dem sogenannten "Advanced Battery Storage"-Programm in Betrieb genommen. Die mit den Partnern The Mobility House und Fenecon in einem ehemaligen Kohlekraftwerk installierte Anlage bündelt 72 Traktionsbatterien aus dem Elektroauto Renault Zoe zu einem XXL-Akku mit 3 Megawattstunden Speicherkapazität.

Bei der neuen Station in Elverlingsen handelt es sich um die zweite Anlage ihrer Art. Ein erster Speicher mit 4,7 MWh wurde bereits im französischen Douai in Betrieb genommen. Das "Advanced Battery Storage"-Programm sieht vor, in den kommenden Jahren in Deutschland und Frankreich die Gesamtkapazität auf mindestens 60 MWh auszubauen.

Die stationären Speicher übernehmen gleich mehrere Aufgaben auf dem Weg zur Energiewende. So erlauben die Anlagen, Energie aus erneuerbaren Quellen zwischenzuspeichern, um so die Lücke zwischen Stromverbrauch und Stromerzeugung zu schließen. Die stationären Riesen-Akkus können Haushalte entsprechend auch in den Nachtstunden mit klimafreundlichen Solarstrom versorgen. Zudem dienen die großen Batterie-Cluster dazu, Stromnetze zu stabilisieren. Schließlich erlauben sie eine sinnvolle Weiternutzung ausgemusterter Traktionsbatterien. (SP-X)

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