Ladesäulen: TÜV Rheinland empfiehlt jährliche Tests

Betreiber von Ladesäulen sollten diese mindestens einmal jährlich prüfen lassen, empfiehlt der TÜV Rheinland.
© Foto: TÜV Rheinland

Betreiber von Ladesäulen müssen diese regelmäßig auf ihre Sicherheit prüfen lassen. Unabhängig vom vorgeschriebenen Intervall rät der TÜV Rheinland aber mindestens zu jährlichen Checks.


Datum:
18.06.2021
Autor:
aw
Lesezeit: 
2 min

NOCH KEINE Kommentare

jetzt mitdiskutieren



Ladesäulen für E-Autos müssen alle ein bis vier Jahre auf ihre Sicherheit geprüft werden. Darauf weist der TÜV Rheinland in einer aktuellen Mitteilung hin. Welches Prüfintervall im Einzelfall gelte, müsse dabei mittels einer Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden. Neben der Ladesäulenverordnung des Bundes und den Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften (DGUV V3) sei je nach Ort der Aufstellung zudem die Betriebssicherheitsverordnung zu beachten. "Nur regelmäßige technische Prüfungen können die optimale Funktion von Ladepunkten sicherstellen. Ihr Nachweis ist für Betreiber zugleich eine juristische Absicherung im Schadensfall", erklärt Theodor Kusemann, Elektrotechnik-Experte bei TÜV Rheinland.

So laufen die Prüfungen ab

Unabhängig vom vorgeschriebenen Prüfintervall sei aber angesichts des hohen Risikos bei Fehlern immer eine jährliche Prüfung ratsam, so Kusemann.  Richtschnur dazu seien die Vorgaben des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE). Zur Untersuchung gehört zunächst eine Sichtprüfung auf äußerliche Beschädigungen etwa am Ladekabel, Stecker und Display. Danach folgt eine Kontrolle der elektrischen Schutzeinrichtungen, um zu sehen, ob alle Leitungen isoliert und intakt sind. Um Stromschläge und überhitzte E-Auto-Akkus zu vermeiden muss zudem die Steuersoftware der Ladestation geprüft werden. Dazu testen die Prüfer mittels einer Fehlersimulation, ob der Schutzschalter auslöst und ob die Software der Station zur Wahl des passenden Ladeszenarios korrekt mit den Fahrzeugen kommuniziert. Ein Prüfprotokoll dokumentiert die Ergebnisse und dient als Nachweis der Normkonformität gegenüber Behörden.

HASHTAG


#Laden

MEISTGELESEN


KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


netzwerk-A ist das Onlineportal mit Antworten und Praxiswissen zu allen alternativen Antrieben. Das Onlineportal bündelt die alternativen Antriebsformen Elektromobilität, Hybrid oder Plug-in-Hybrid-Antriebe, LPG, CNG, Erdgas, Wasserstoff-Fahrzeuge und Brennstoffzellen-Fahrzeuge. netzwerk-A vergleicht alternative Antriebe und bietet umfassende Marktübersichten zu den nachhaltigen Antrieben der neuen Mobilität. netzwerk-A bietet dem Nutzer regelmäßig Anwenderberichte, Best-Practice-Beispiele, How-to-Anleitungen und Checklisten, um das Fahren und Transportieren mit alternativen Antriebsarten heute, morgen und übermorgen in nachhaltige Mobilitätskonzepte zu integrieren. Wie die Infrastruktur für die neue Mobilität aufgebaut wird und welche Förderungen es für nachhaltige Antriebe gibt, beantwortet die Onlineplattform netzwerk-A von Springer Fachmedien München. netzwerk-A wendet sich an Autohäuser, Speditionen und Logistik-Unternehmen, Fuhrparkmanagement, Transportunternehmen und ÖPNV-Betriebe.