Ladeinfrastruktur: EnBW plant zur IAA neuen Riesen-Ladepark in München

So stellt sich EnBW den neuen Schnellladepark vor.
© Foto: EnBW

Am neuen "HyperHub" des Energieversorgers sollen 20 Fahrzeuge mit bis zu 300 Kilowatt Leistung laden können. In Zukunft soll es alle 200 Kilometer ähnliche Ladeparks geben.


Datum:
13.07.2021
Autor:
aw
Lesezeit: 
3 min

NOCH KEINE Kommentare

jetzt mitdiskutieren



Der Energieversorger EnBW plant, zum Start der Internationalen Automobilausstellung (IAA) am 7. September 2021 in München den – nach eigenen Angaben – größten öffentlichen Schnellladepark Deutschlands zu eröffnen. Das teilte das Unternehmen kürzlich mit. Damit wolle man demonstrieren, dass für den Erfolg der Elektromobilität die Ladeinfrastruktur entscheidend sei. Insgesamt 20 HPC-Ladepunkte (High Power Charging) mit jeweils bis zu 300 Kilowatt (kW) Ladeleistung will EnBW dazu errichten.

Als Standort hat das Unternehmen das Gelände eines Supermarktes in Unterhaching, südwestlich von München, auserkoren. Dieses bietet aus Sicht von EnBW eine Reihe von Vorteilen: Zum einen ist es unmittelbar in einer Einkaufsgegend mit Supermärkten, Baumärkten, Elektronikmärkten und Modegeschäften gelegen. Rund 40.000 Kunden sind dort nach Berechnungen von EnBW täglich unterwegs. "Damit fügt sich dieser Standort perfekt in unsere Strategie ein, öffentliche Schnellladestandorte beim Handel zu errichten", erklärte Timo Sillober, Chief Sales & Operations Officer für Elektromobilität bei EnBW.

Im Einkaufsgebiet zwischen zwei Autobahnen

Zum anderen befindet sich der Standort direkt zwischen der A995 und der A8. Das mache den so genannten "HyperHub" zu einem wichtigen Knotenpunkt im Schnellladenetz für den Fernverkehr, glaubt Sillober: "Wer von München aus mit seinem Auto in die Berge fährt, tut dies zumeist über die A8 in Richtung Süden. Autofahrer und Autofahrerinnen können so vor oder nach dem Ausflug ihr Fahrzeug schnell aufladen", so der Manager.

Getankt werden soll zu 100 Prozent mit Ökostrom, verspricht Sillober außerdem. Einen kleinen Teil davon liefern fünf Solarmodule mit einer Leistung von bis zu 46 kW, mit denen die Stromtankstelle überdacht ist. Geht es nach EnBW ist der Ladepark in Unterhaching nur der erste von vielen. Perspektivisch will der Konzern in Deutschland alle 200 Kilometer einen großen HyperHub und alle 40 bis 50 Kilometer einen kleinen errichten. 2025 will EnBW 2.500 Schnellladestandorte betreiben. Zum Vergleich: Aral als größter Tankstellenbetreiber in Deutschland hat laut ADAC nur rund 2.300 Tankstellen.

HASHTAG


#Laden

MEISTGELESEN


KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


netzwerk-A ist das Onlineportal mit Antworten und Praxiswissen zu allen alternativen Antrieben. Das Onlineportal bündelt die alternativen Antriebsformen Elektromobilität, Hybrid oder Plug-in-Hybrid-Antriebe, LPG, CNG, Erdgas, Wasserstoff-Fahrzeuge und Brennstoffzellen-Fahrzeuge. netzwerk-A vergleicht alternative Antriebe und bietet umfassende Marktübersichten zu den nachhaltigen Antrieben der neuen Mobilität. netzwerk-A bietet dem Nutzer regelmäßig Anwenderberichte, Best-Practice-Beispiele, How-to-Anleitungen und Checklisten, um das Fahren und Transportieren mit alternativen Antriebsarten heute, morgen und übermorgen in nachhaltige Mobilitätskonzepte zu integrieren. Wie die Infrastruktur für die neue Mobilität aufgebaut wird und welche Förderungen es für nachhaltige Antriebe gibt, beantwortet die Onlineplattform netzwerk-A von Springer Fachmedien München. netzwerk-A wendet sich an Autohäuser, Speditionen und Logistik-Unternehmen, Fuhrparkmanagement, Transportunternehmen und ÖPNV-Betriebe.