Wechselstrom


Datum:
19.08.2020
Autor:
Fabian Faehrmann
Lesezeit: 
6 min

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AC

Kommen wir zur geläufigsten Ladeform: Wechselstrom. Dieser Standard ist am weitesten verbreitet und findet meist an Firmenwallboxen und bei innerstädtischen Lademöglichkeiten Anwendung. Beim AC-Laden wird der Wechselstrom durch den sogenannten Onboard-Lader, der fest im Auto verbaut ist, in batterietauglichen Gleichstrom umgewandelt. Und das ist schon der erste limitierende Faktor.

Wie viel schafft der Onboard-Lader

Entscheidend für die Ladegeschwindigkeit ist also vor allem die Leistung des Onboard-Laders. Viele Fahrzeuge sind heutzutage ab Werk mit einem einphasigen Ladegerät ausgestattet, das je nach Typ etwa sieben kW schafft. Der Knackpunkt ist dabei, dass der Strom in den deutschen Leitungen dreiphasig angeboten wird und jede Phase mit maximal 20 Ampere abgesichert ist (künftig sogar nur noch 16 Ampere). Das führt zu einer maximalen Ladeleistung von netten 3,7-4,6 kW für eine Phase. Wir nehmen als Referenz einen Jaguar I-Pace, der eine 90 kW-Batterie und bis Sommer 2020 nur einen einphasigen Onboard-Lader hatte. Dieser brauchte über 25 Stunden, bis er ganz aufgeladen war.

Also, das „Allheilmittel“ beim Stromtanken mit Wechselstrom ist ein dreiphasiger Onboard-Lader. Glücklicherweise bieten viele Hersteller mittlerweile ihre Autos mit entsprechender Technologie an, wenn auch gegen Aufpreis. Wer überlegt sich ein E-Modell zu kaufen, kommt also um die Frage „kann das Auto dreiphasig laden?“ nicht herum. Mit dieser Technologie an Bord ist der angesprochene Jaguar an einer 11 kW-Wallbox immerhin in etwa neun Stunden voll.

Mehr Saft aus einer Phase

Zu guter Letzt gibt es aber auch für einphasige Autos eine kleine Hilfestellung. Diese nennt sich: Juice Technology. Der Schweizer Hersteller schafft es eigenen Angaben zufolge zum Beispiel mit der Wallbox namens „Phaser“ das Maximum aus einer Phase herauszuholen. Damit sollen dank interner 25-Ampere Sicherung bis zu 5,6 kW möglich sein. Trotzdem – wer in der Arbeit oder daheim einigermaßen schnell laden will, kommt um einen dreiphasigen Onboard-Lader eigentlich nicht herum.

Zusammenfassung:

AC DC

Ladegeschwindigkeit meist langsamer

Lädt sehr schnell

Viele Ladesäulen verfügbar & günstig in der Anschaffung

Ladesäulen rar & sehr teuer in der Anschaffung

Auto benötigt wenn möglich dreiphasigen Lader

Thermomanagement kann Ladezeit verlängern

HASHTAG


#Laden

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